Inhalt - Aktuell

Lesen statt hören - fast in Echtzeit

Ein Start-up aus München bietet einen computergestützten Dienst der Firma VerbaVoice GmbH, der mit kleiner Verzögerung Sprache in Text verwandelt. Der Gehörlose verwendet ein Mikrofon und ein Empfangsgerät. Das Empfangsgerät wird beispielsweise an ein Notebook angeschlossen. Gesprochene Worte müssen dann über den mobilen Computer an das Rechenzentrum von VerbaVoice übermittelt werden. Dort wird die Verbindung zu einem Schriftdolmetscher hergestellt. Der Profi spricht das Gehörte nun akzentuiert nach, inklusive Satzzeichen. Sein individuell trainiertes Spracherkennungsprogramm wandelt es in Text um. Der Dolmetscher korrigiert etwaige Fehler und schickt die Transkription auf das Gerät des Nutzers. So kann dieser das Gesagte mit geringer zeitlicher Verzögerung verfolgen.
Wer den Transkriptionsservice nutzen will, muss sich zunächst eine App auf seinen Computer laden. Dann muss einzig noch ein bevorstehender Termin angekündigt werden. Dolmetscher in Deutschland in der Schweiz und in Oesterreich müssen nicht länger zu Terminen fahren und damit teure Reisespesen verursachen. Bei Verbavoice fallen Gebühren zwischen 40 € und 75 € pro Stunde an. Weitere Informationen www.verbavoice.de

Telefonvermittlung

Die Procom-Stiftung Kommunikationshilfen für Hörgeschädigte führt einen Telefonvermittlungsdienst zwischen hörgeschädigten und hörenden Menschen. Hierfür bietet Procom einen 24-Stundenservice zum Ortstarif an. Hörgeschädigte wählen die Nummer 0844 844 081 und Hörende die Nummer 0844 844 071. Der Zugang zu der Telefonvermittlung ist auch über den folgenden Link möglich: http://www.procom-deaf.ch/trs/de/iaclient.html